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OM – Bedeutung, Wirkung und Übungen, um den Urklang zu erfahren

OM: Der Klang der dich zum Einklang führt.

Es ist nur eine Silbe, die dich quasi in Lichtgeschwindigkeit in dein spirituelles Alignment bringt.

OM beziehungsweise AUM ist der Urklang des Universums, der reine, unangeschlagene Klang (pranava). Aus ihm ist alles in dieser Welt hervorgegangen und dieser heilige Urklang schwingt in allem weiter. Selbst in der Bibel heißt es:

„Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. “ Und wo wir schon bei der Bibel sind: OM, AUM und Amen klingen sich ziemlich ähnlich…

In den altindischen Upanishaden heisst es: „Nada Brahma – die Welt ist Klang“.

Der Klang des Oms verbindet das Sichtbare mit dem Unsichtbaren. Om bzw. Aum ist die Essenz allen Seins und gleichzeitig vereint es in sich alles was ist. Om ist Innen und Außen, es ist das Selbst und die äußere Welt, es ist die Einheit von allem hinter der Illusion der Getrenntheit.

 

Die Bedeutung von OM wird mit den vier Zuständen des Seins beschrieben:

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  • A: Jagrat – Wachbewusstsein, die sichtbare physische Welt, das Alltagsbewusstsein
  • U: Swapna – Traumbewusstsein, die Welt der Psyche , das Unterbewusstsein
  • M: Shushupti – Traumloser Tiefschlaf, ohne jede geistige Regung, ohne Sorgen und Wünsche, ohne Bewusstsein.
  • Stille nach dem OM /AUM: Turiya  – erleuchteter Zustand, Transzendenz, Überbewusstsein, der Zustand reiner Meditation, höchstes Bewusstsein.
  • Der Punkt symbolisiert das allumfassende nonduale Eine (Turiya) hinter in dem Schleier der Illusion (Maya), die hier als halbmondförmige Schale symbolisiert wird.

Aber wie soll man etwas beschreiben, wofür die Worte fehlen? Die volle Dimension des om ist nicht erklärbar, es ist nur erfahrbar. Selbst das, was wir erfahren können, ist nur ein kleiner Teil des Ganzen. Ein Sonnenstrahl des Lichts. Aber schon so wunderschön.

Ein paar der phantastischen Wirkungen von OM:

  • Wenn du Om in der richtigen Weise tönst, erfüllt die Vibration deinen ganzen Körper und den Raum darüber hinaus.
  • Durch das Tönen oder Denken von Om verbindest du dich direkt mit der göttlichen Schwingung.
  • Der Klang des Om reinigt und klärt den Raum, in dem es erklingt.
  • Es hat eine große Schutzwirkung und stärkt unsere Aura.
  • Om hat eine heilende und befreiende Wirkung auf dein gesamtes Körper- und Energiesystem. Du kannst alle Zellen deines Körpers in den „Om-Zustand“ versetzen, indem du sie mit der Om-Vibration erfüllst.
  • Die Vibration, die durch den nasalen Klang des mmm entsteht hat eine positive Wirkung auf das Gehirn.
  • Außerdem wird dabei wahrscheinlich die Hypophyse massiert und insofern die Hormonproduktion positiv beeinflusst.
  • Om ist nicht nur das Ur-Bija-Mantra sondern auch das bija (das ist ein einsilbiges Mantra, das wie ein Samen wirkt. Richtet die Konzentration auf einen Punkt und bündelt so die Energie.) vom ajna-cakra. Es verbindet dich mit deiner Intuition, gibt dir Klarheit und Erkenntnis und führt dich so zu wahrer Weisheit.
  • Aum wirkt auf die Chakren und feinstofflichen Körper. Das A wird dem physischen Körper und den unteren drei Chakren, das U dem Astralkörper und dem Herzchakra und das M dem Kausalkörper und den oberen drei Chakren zugeordnet.
  • Als Abschluss einer Meditation oder Yogastunde wirkt es wie ein Siegel, das die Energie bündelt und die Wirkung verstärkt.
  • Om stärkt den Fokus auf das Spirituelle / auf Gott.

Im Folgenden erläutere ich dir verschiedene Möglichkeiten, wie du das Om in deine Yogapraxis und in den Alltag integrieren kannst.

Mantra-Meditation mit OM:

  • Nimm einen aufrechten Sitz ein. Wenn du magst, führe die Handflächen in Namaskara Mudra vor dem Herzen zusammen (die Daumen berühren dabei das Brustbein).
  • Lausche in die Stille. In den Raum, aus dem alle Geräusche und Klänge entstehen.
  • Atme tief ein und denke dabei „Om“. Atme gefühlt bis in den Beckenboden und stell dir vor, wie du das Om tief aus der Erde holst.
  • Töne „Ooommm“. Wichtig hierbei ist der nasale Klang des „m“ der fast wie ein „ng“ klingt.
  • Nutze dabei das ganze Klangspektrum innerhalb deines Körpers und lass das nasale mng am Ende in deinem Kopf vibrieren. Es ist, als ob du das Om aus der Tiefe aufsteigen lässt, von den Füßen und vom Becken bis in den Kopf.
  • Oder du tönst AUM. Öffne deinen Mund weit und töne ein tiefes A-(O)-U-M, wobei deine Lippen erst weit geöffnet und dann immer geschlossener sind, bis sie ganz leicht aufeinander liegen.
  • Lausche danach wieder in die Stille.
  • Lass den Om-Klang dreimal oder mehr ertönen und spüre nach.
  • Ganz wunderbar ist es, mit anderen Menschen gemeinsam das om erklingen zu lassen. Versucht, einen kontinuierlichen Klangteppich entstehen zu lassen, indem ihr zu unterschiedlichen Zeitpunkten einatmet.

Variationen:

  • Visualisiere während des Tönens, wie du mit Licht erfüllt wirst.
  • Du kannst das Om vom Beckenboden ausgehend die Wirbelsäule aufsteigen lassen bis über das Kronenchakra am Scheitel, was die kundalini-shakti aktiviert. Dabei vibriert das OM auch durch alle Chakren hindurch.
  • Du kannst während des Tönens Licht aus deinem Herzen in die Welt strahlen lassen.

 

Meditation II…

 … auch immer wieder gut  im Alltag und als Einschlafhilfe:

  • Werde dir deines Atems bewusst, ohne ihn zu verändern und begleite ihn innerlich mit om.
  • Denke mit dem Einatem ein langes om und denke mit dem Ausatem ein langes om. Nichts weiter. Den Atem vollkommen frei lassen, so wie er sich gerade entfalten möchte. Nicht aktiv tief atmen, sondern in einen ganz liebevollen Kontakt mit deinem Atem kommen.

 

Asana-und Pranayamapraxis mit Om:

Während deiner Asana- und Pranayama-Praxis kannst du mit om einen besonderen Fokus halten. Du kannst in jeder Sekunde innerlich om denken und das mit dem Atem verbinden. Das verhilft dir nebenbei zu einem tiefen und gleichmäßigen Atem.

  • Denke om mit jeder Einatmung und  jeder Ausatmung einmal, dreimal oder wie es sich gut anfühlt.

Für geübte Yogis gibt es diese Variante:SuptaVajraAsanaSW

  •  Denke schneller (jede Sekunde) om, so dass du auf vier, fünf, sechs, acht  oder neun mal om je Ausatem und je Einatem kommst. Finde einen ganz entspannten, gleichmäßigen Atemrhythmus. Es soll sich einfach nur gut anfühlen.
  • Versuche dabei (entspannt!) die volle Yogaatmung (mahat yoga pranayama) zu machen. Dafür denke bzw. lenke während der Einatmung zum Beispiel zwei mal om in die untere Lunge (unterer Rücken / Bauch), zweimal om in die mittlere Lunge (Herz- /Brustraum) und zweimal om in die obere Lunge (Schlüsselbeine) und auch während der Ausatmung zwei om nach unten, zwei in die Mitte und zwei om nach oben. Es soll sich total gut anfühlen – falls nicht, lass deinen Atem einfach frei fließen!
  • Aber denk dran: Das Wichtige ist das Om und die intime Verbindung mit deinem Atem, nicht das Zählen!

Und für noch geübtere Yogis:

  • Du kannst nach jedem Einatem und nach jedem Ausatem den Atem anhalten und in der Atempause die Hälfte der Zahl (also zum Beispiel drei mal) om zählen. Das ist Savitri Pranayama.  Wende es in den Asanas bitte nur an, wenn du Erfahrungen mit Pranayama gemacht hast und nur so lange es sich richtig gut anfühlt. Du kannst es sonst einfach im Liegen in Shavasana oder im Sitzen machen.

 

 

Enjoy your om-practice! Genieße deine Erfahrung mit OM und erlebe du selbst seine Wirkung…

Es ist wirklich alles darin enthalten.

Namasté!

 

 

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