Deine Yogapraxis kann dich für das Leben in all seiner Schönheit öffnen!

Fühlst du dich manchmal oder gar ständig verspannt? Kennst du das, dass du dich im Herzen eng fühlst, alles andere als weit und verbunden mit deiner Umgebung? Ganz ehrlich: Wer kennt das nicht? Du kannst wohl selbst nachvollziehen, dass in diesen Momenten (Tagen, Wochen, manchmal gar Jahren) die Lebensenergie nicht frei durch dich fließt und dadurch natürlich auch jeder Art von Krankheiten Tür und Tor geöffnet sind. Das Leben fühlt sich dann einfach nicht gut an.

 

Lässt du die Liebe in dein Herz?

Die Ursachen für die Blockaden des Lebensenergieflusses haben meistens damit zu tun, dass du dich vor etwas „zu“ machst, Gefühle nicht fühlen willst, der Angst oder dem Schmerz entfliehen möchtest. Oft ist es auch einfach Angst vor der Liebe  – denn sie macht dich verwundbar, verletzlich, sie macht dich ganz weich.  Womöglich  verschließt du lieber dein Herz – das fühlt sich zunächst sicherer an. Du möchtest schließlich zu jeder Zeit gut funktionieren. Aber der Preis ist hoch – dein Leben wird immer fader, enger und du entfernst dich immer weiter von der Lebensfreude. Wenn du dich vor deinen Gefühlen verschließt, machst du dich eben zu – ob das nun negative Gefühle sind oder positive macht da keinen Unterschied.

 

Herzöffnung durch Yoga

Yoga und ganz speziell der Yoga des Herzens befreit deine gebundene Lebensenergie in dir  – das merkst du sicher ziemlich schnell. Eine regelmäßige Yogapraxis hilft dir, zu dir selbst zu finden, dich dem Leben und der Lebensfreude wieder zu öffnen und die Stärke zu erlangen, deinen Ängsten und Schmerzen zu begegnen. Und damit bringt sie einiges zum Fließen.

Dein Körper spiegelt dir deine ungesunden emotionalen und gedanklichen Muster, die sich früher oder später in körperlichen Mustern manifestieren. Deine einengenden körperlichen Muster verhindern wiederum, dass du dich von deinen emotionalen und gedanklichen Mustern lösen kannst. So hängst du immer weiter drin in der Suppe. Aber mach mal in dieser Situation eine Stunde Yoga – und die Welt sieht schon wieder ganz anders aus. Du erlangst sofort ein Stück Befreiung, nicht irgendwann in der Zukunft. Aber das ist erst der Anfang. Je kontinuierlicher du den Weg der Bewusstseinsentwicklung gehst, desto tiefer werden deine Erfahrungen. Eine liebevolle, achtsame innere Haltung ist dabei grundlegend.

 

Weg zur Freiheit

Deine Befreiung schreitet durch die Verbindung von Körper, Atem und Bewusstsein in liebevolller Achtsamkeit immer weiter voran. Das führt dich dahin, dir selbst wahrhaftig zu begegnen und dein Herz immer mehr zu öffnen. Im Yoga nutzen wir die folgenden Werkzeuge auf unserem Weg zur Freiheit:

  •  Mit Mobilisierungsübungen (kriyas) löst du Blockierungen und bringst die Energie zum Fließen. Eine wunderbare Übung ist zum Beispiel Chakra Vakasana.
  • Mit Dehnungen weitest du deine verkürzten und verspannten Strukturen und deine Energiekanäle (nadis), durch die dann die Lebensenergie (prana) freier fließen kann. Rückbeugen, die den Herzraum weiten, wirken besonders herzöffnend (wichtig ist hierbei die Aktivierung deines Beckenbodens, so dass du Raum im unteren Rücken behältst!).
  • Durch deinen Atem kommst du in einen innigen Kontakt zu dir selbst und zu dem, was du fühlst. Du löst Blockierungen und verbindest dich direkt mit der Lebensenergie, die durch dich fließt. Du lernst, das Prana bewusst durch dich zu lenken (Pranayama). Eine befreite und vollständige Atmung ist die Grundlage für deine Gesundheit.
  • Du stärkst deine Achtsamkeit im Hier und Jetzt für das, was ist. Du läufst nicht mehr weg, sondern wirst zum Beobachter. Du erhebst dein Bewusstsein über das Alltägliche und bekommst einen größeren Überblick.
    Durch dieses Erkennen und gleichzeitiges Zulassen aller Gefühle (ohne in den Gefühlen zu versinken) lösen sich die Muster Schicht für Schicht und du wirst immer mehr du selbst.
  • Durch die Anbindung an etwas Höheres oder an dein inneres wahrhaftiges Selbst im tiefsten Herzen verbindest du dich mit dem Licht, mit dem Schönen, Wahren und Guten. Dafür kannst du zum Beispiel Mantras nutzen. Du fühlst dich geborgen und schöpfst Hoffnung. Wenn du in dir selbst spürst, dass das Universum liebend ist, kannst du auch das Lieblose akzeptieren und durchleben. Dann kannst d vertrauen, dass alle Erfahrungen und Gefühle ihren höheren Sinn haben – und dich letztendlich zu mehr Liebe führen.
  • Kraftübungen erden dich, sie geben dir den Halt und die Stabilität, um auch die schmerzlichen Energien durch dich durchfließen zu lassen, ohne von ihnen in das Drama hineingezogen zu werden.
  • Dann kannst du dich für den wichtigsten Punkt öffnen: Lass dein Herz strahlen! Weite dich, dehne dich aus, genieße! Du kannst es zwar schaffen, sogar Yoga so zu üben, dass du in der Kleinheit und Enge bleibst und dich verkriechst. Oder aber du nutzt es, um dich zu befreien, um zu leuchten und dein Innerstes in die Welt strahlen zu lassen. Dann kannst du dem Leben herzoffen begegnen und es durch dich fließen lassen.

 

 

Weg zum Licht

Es geschieht häufig, das die Welt nach einer tiefen (kurzen oder langen) Yogapraxis vollkommen anders aussieht. Wenn vorher noch alles negativ, schwerfällig, trüb und unfreundlich wirkte, kann danach genau die selbe Welt ganz positiv, leicht und freundlich wirken. Das beschreibe ich auch in meinem Artikel „Wie du von der Dunkelheit zum Licht gelangst„. Die Herzöffnung durch Yoga bringt dir das Licht der Welt zurück. Vielleicht hast du Angst vor der Dunkelheit, die du in dir finden könntest, wenn du tief in dich hineinblickst. Aber je tiefer du blickst und das vermeintlich Dunkle liebevoll akzeptierst, desto mehr Licht wirst du finden. Wenn du dich ganz auf deine Yogapraxis einlässt, egal aus welchem Alltagsstress du gerade kommst, wirst du überaus reich beschenkt und findest ein Leuchten in deinem Inneren. Aber auch wenn du dich nur ein bisschen einlässt, sieht die Welt nach dem Yoga schon viel besser aus! Geh  einfach immer nur so weit, wie es sich für dich stimmig anfühlt (aber sei dabei mutig!), verbinde dich mit deinem Atem (der dir genau sagt, wo`s lang geht) und genieße. In der körperlichen Yogapraxis tauchst du immer tiefer in dich ein durch Atmen, Fühlen, Wahrnehmen, Sein.

 

Yoga des Herzens

Mein Yogastil hat sich in den letzten Jahren immer mehr zu einem Yoga des Herzens entwickelt. Dabei ist die Grundlage eine intime, liebevolle Verbindung zum Atem und Fühlen, die die Grundlage aller Übungen sind. Über den Yoga des Herzens schreibe ich in dem Artikel Yoga des Herzens – Weg der Liebe.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist auch die Erdung – denn ohne das Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Stabilität können wir auch unser Herz nicht wirklich öffnen. Über die Wichtigkeit von Erdung gehe schreibe ich in dem Artikel „Erdung als Notwendigkeit für die spirituelle Entwicklung“.

 

Wichtige Tipps für Rückbeugen!

Ganz besonders herzöffnend wirken im Hatha-Yoga natürlich die Rückbeugen. Sie weiten den gesamten Herzraum, der sich oft nach Schutz suchend verengt. Die Rückbeugen können diese eingeengten Strukturen wieder befreien und öffnen dein Herz für das Leben. Sie lassen dein Herz strahlen, bringen dir frische und helle Energie.

Folgende wirklich wichtigen Aspekte für gesund ausgeführte Rückbeugen möchte ich dir mit an die Hand geben:

  1.  Aktiviere in allen Rückbeugen grundsätzlich die innerste Schicht deines Beckenbodens indem du dein Steißbein verlängerst und deinen Damm einsaugst. Das ist wichtig um deinen Rücken zu schützen und Länge im unteren Rücken zu schaffen. Wie du deinen Beckenboden differenziert kennenlernst und aktivierst lernst du durch mein Buch mit Übungs-CD Beckenboden-Yoga entspannt.
  2. Achte auf Weite und Raum im Brustkorb und in den Schultern: Ziehe die Schultern weit weg von den Ohren, rotiere die Oberarme nach außen, schaffe Raum in deinen Achseln, drücke die untersten Spitzen der Schulterblätter in Richtung Wirbelsäule und verhelfe dadurch deinem Brustbein, noch weiter nach oben zu streben. Achte dabei aber darauf, dass deine unteren rippen nicht aufklappen, sondern durch die Aktivierung der Tiefenmuskulatur von Bauch und Beckenboden integriert bleiben.
  3. Achte auf Raum in Nacken und Hals: Die ganze Wirbelsäule macht einen harmonischen Bogen ohne im Hals- oder Lendenwirbelsäulenbereich abzuknicken. Eine Rückbeuge findet hauptsächlich in der Brustwirbelsäule statt (wenn sie das nicht tut, kann sie eher schaden und wirkt auch nicht herzöffnend). Knicke den Nacken nicht ab! Drücke mit dem Kinn wie gegen einen imaginären Widerstand und beobachte, wie das mehr Raum im Nacken schafft.

 

Worauf du generell beim Üben von Asanas achten solltest, beschreibe ich in den Artikeln „Alignment in Asanas: 7 Bereiche auf die du beim Yoga achtgeben musst“ und „Die 7 goldenen Regeln für achtsames Üben im Hatha-Yoga“.

 

 

Tiefenentspannung für mehr (Selbst-) Liebe

Die folgende Anleitung einer Tiefenentspannnung in Shavasana öffnet dein Herzchakra stärkt deine Selbstliebe. Du kannst dir auch einfach einzelne Teile davon rausnehmen – jeder für sich hat schon eine enorme Wirkung.

  • Spüre wie dein Körper hier auf dem Boden liegt und entspanne dich mehr und mehr.
  • Spüre die Berührung deiner Haut mit dem Boden, deiner Kleidung und der Luft.
  • Nimm deinen Herzraum wahr, mit allen Gefühlen die da gerade sind.
  • Wie geht es dir jetzt gerade? Ohne Bewertung!
  • Fühlt sich dein Herz eher eng oder eher weit an?
  • Lass dein Herz behutsam weit werden. Alles darf sein. Öffne dein Herz für alles, auch für das Unangenehme (bewerte nicht…). In deinem Herzchakra kann es transformiert werden. Die bedingungslose Liebe kann in dir wachsen.
  • Lege die linke Hand auf dein Herz, die rechte Hand auf deinen Bauch.
  • Komm in einen ganz liebevollen Kontakt mit dir selbst, genieße, wie du dich selbst liebevoll berührst.
  • Lausche deinem Herzschlag und fühle ihn.
  • Beobachte, wie die Luft in Dich hineinströmt und wieder aus dir hinaus strömt. Merkst du, das du nichts dafür aktiv tun musst? Das Leben atmet dich. Beobachte die Atembewegung in dir, die liebevolle Berührung der Luft mit deinem Körper.
  • Beobachte die Bewegung von Bauch und Brustkorb mit der Atmung.
  • Sankalpan (bewusster positiver Entschluss / Affirmation ):

    „Ich bin und bleibe im liebevollen Kontakt mit mir selbst“.

    Bist du bereit, dich voll und ganz zu lieben, mit allen guten und schlechten Seiten? So, wie eine Mutter ihr Kind liebt, egal was es tut. Kannst du deine Selbstkritik einfach sein lassen? Gehe ganz achtsam und liebevoll mit dir und deinem Körper um. Denke nicht, das du irgendetwas können oder woanders sein musst, als da, wo du gerade bist. Lass alle Gefühle zu, die gesehen werden wollen, nimm sie liebevoll an, ohne dich vollkommen in sie hineinziehen zu lassen. Lass dein Herz schmelzen! Du darfst genau so sein wie du bist. Lass dein Licht strahlen! Alles was du brauchst, ist da, in diesem Moment. Du musst nichts erreichen. Schaffe einfach nur Raum in dir, damit die Lebensenergie frei durch dich fließen kann. Verbinde dich mit der Lebensenergie, die durch dich fließt. Verbinde dich mit dem bedingungslos liebenden Universum. Verbinde dich mit dir selbst, mit deinem innersten Wesen. Dazu brauchst du eigentlich nichts zu tun, sondern einfach nur das wahrnehmen, was sowieso schon da ist. Werde noch feiner in deiner Beobachtung. Erkenne, wo du dich selbst negativ bewertest und stoppe es dann: ausatmen, loslassen, Frieden mit dir selbst schließen.

  • Stell dir vor, wie du mit jedem Atemzug Licht aufnimmst über die Nase, deine Hautporen und deine Chakren. Mit der Ausatmung konzentriere dieses Licht in deinem Herzraum und schaffe so eine leuchtende Sonne in deinem Herzen. Erfülle diese innere Sonne mit dem Gefühl von bedingungsloser Liebe und Mitgefühl.
  • Lass das Licht von deinem Herzzentrum in jede Zelle deines Körpers strahlen (siehe auch den Anfang der Anleitung der Herzmeditation).

 

 

Breathe … connect … let go…

and open your heart for life!

 

             Namasté!

 

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