Schwimmen mit freilebenden Delfinen

Mein langersehnter Traum wurde wahr: Mit freilebenden Delfinen schwimmen!

Die Yoga-Delfinreise mitten in der Lagune mit glasklarem Wasser und schillerndem Korallenriff war für uns alle eine einzigartige Erfahrung auf vielen Ebenen. Fast täglich konnten wir mit den freilebenden Delfinen im Roten Meer schwimmen und spielen.

Wenn ich meine Augen schließe, spüre ich es noch immer:

Frei im klaren Wasser im unglaublichen Klangbad mit den Delfinen schweben – was für ein Geschenk! 

Bei der ersten Begegnung unserer gesamten Gruppe mit den Delfinen wurden wir mit diesem unglaublichen Konzert beschenkt – auch unsere Guides hatten so viel Delfingesänge noch nicht erlebt…

Die erste Begegnung

Ich schnorchelte in der Nähe unseres Bootes und plötzlich kam eine Gruppe von Delfinen direkt zu mir geschwommen. Ich war natürlich total aufgeregt, denn das war der größte Traum, den ich mir vorstellen konnte. Noch komplett unerfahren in der Begegnung mit den Delfinen, legte ich mich einfach bäuchlings aufs Wasser und tat nichts, außer zu beobachten. Die Gruppe der Delfine schamm direkt unter mir durch – und weiter. Es war eine kleine Begrüßung – ganz für mich alleine. Ich blieb einfach bäuchlings liegen und tat nichts. Später habe ich ein wenig bereut, dass ich nicht mit ihnen mitgeschwommen bin…

Klangbad

Am nächsten Tag schwammen wir dann in diesem unglaublichen Klangbad mit womöglich hunderten von Delfinen. Leider auch mit zig Menschen, wie mir schien. Aber den Delfinen machte es nichts aus. Delfine kamen direkt auf mich zugeschwommen und drehten dann ab, sie waren in größter Spiellaune. Manche forderten mich geradezu zum Spielen auf und ich merkte, dass meine mangelnden Schnorchelfähigkeiten mich vom freien Spielen abhielten. Ich konnte einfach nicht so, wie ich wollte und wie die Delfine es wohl gerne gehabt hätten. Gleichzeitig war ich auch überfordert von den vielen Menschen, die umherschwammen. Bei einem Spielversuch stieß ich mit dem Kopf gegen jemanden. Es war nicht ganz so schlimm wie in diesem Artikel http://www.zeit.de/reisen/2014-01/sansibar-kizimkazi-delfine beschrieben, aber es war eindeutig too much, für mich jedenfalls.

So entschied ich mich, einfach nur entspannt das Klangbad zu genießen, mich von diesen Klangschwingungen einhüllen zu lassen und auf direkte Interaktionen zu verzichten. Wie so oft im Leben war ich also mehr in beobachtender Postion. In dieser Woche hatte ich noch oft die Gelegenheit, mit den Delfinen zu schwimmen und ihrem Spiel zuzusehen.

 

Gruppengefühl mit Delfinen

Mein wunderbarstes Erlebnis war, als ich am Ende der Woche fast ganz alleine mitten in einer Gruppe von etwa 100 bis 200 Delfinen schwamm (ich bin nicht gut im Schätzen). Nur eine Teilnehmerin war noch in Sichtweite und wir konnten quasi ganz alleine dieses wundervolle Erlebnis teilen. Delfine waren überall um mich herum und ich fühlte mich aufgenommen in ihrer Gruppe. Delfinmamas zogen mit ihren Kindern wenige Zentimeter an mir vorbei und ich fühlte eine wunderbare Mama-zu- Mama-Verbindung, als ob sie genau wussten, dass auch ich Mutter bin. Es war ganz besonders, im seichten Wasser, geborgen in ihrer Gruppe, ganz ruhig und friedlich mit ihnen zu schwimmen – eine halbe Ewigkeit (wahrscheinlich eine halbe Stunde…?). Unbeschreiblich.

 

Delfine lieben Kinder…

…ist ja klar. Je besser und freier man spielen kann, desto mehr werden die Delfine angezogen. Meine große Tochter, damals 10 Jahre alt, hatte das Glück, unseren Schnorchelguide quasi für sich alleine zu haben, da er von uns allen nicht gebraucht wurde. So entwickelte sie sich schnell zu einer guten Schnorchlerin und hatte ganz viel persönlichen Kontakt zu den Delfinen, die sie direkt umkreisten und mit ihr spielten.

Diese Spielfreude können auch wir Erwachsenen von den Delfinen lernen. Aber auch Achtsamkeit und Wahrung der Grenzen im Umgang mit allen Lebewesen.

 

Delfinen in Achtsamkeit begegnen

An diesem wundervollen, ganz hoch schwingenden Ort im Roten Meer in Ägypten ist es besonders wichtig, in Achtsamkeit mit der Natur und den Lebewesen zu sein. Leider ist das Rote Meer ein beliebtes touristisches Ausflugsziel geworden und die Unachtsamkeit mancher Touristen und Zodiacfahrer, Bootsführer und Bootsbesitzer wird zur Gefahr für die Delfine und die Umwelt. Denn es gibt wichtige Regeln zu beachten.

Man darf die Delfine nicht anfassen. Ihre mikrobielle Schutzschicht wird sonst angegriffen und sie können krank werden. Sie schwimmen dann sowieso ganz schnell weg, da es ganz einfach eine Grenzübershreitung ist. Ich beobachte generell sehr schnell bei Menschen, dass sie Tiere unbedingt anfassen wollen, selbst wenn noch gar kein wirklicher Kontakt da ist. Es sollte doch grundsätzlich jeder Berührung erstmal ein Herzkontakt vorausgehen!

Desweiteren ist es wichtig, das man nicht lautstark ins Wasser platscht und die Delfine “jagt” und dabei wild mit den Flossen umherplanscht. Und auch die Zodiacs, die motorisierten Schlauchboote, sollten (wenn überhaupt…) nur sehr langsam und vorsichtig fahren, um die Delfine nicht zu verletzen und mit ihrem lauten Motorengeräusch zu stören.

Die Umweltorganisation Hepca hat  hier ein Schreiben erstellt, worin sie erklärt, wie man achtsam mit den Delfinen umgeht. Sie leistet eine wunderbare Arbeit, um das Rote Meer und die Delfine zu schützen. Hier ein Video von ihnen, dass Lust auf`s  Ankern im Roten Meer macht:

Hepca hat auch einen Blog, den man verfolgen kann: https://redseadolphinproject.wordpress.com/

 

Ein ganz besonderes Geschenk

Die Delfine sind für mich großartige Lehrer! Sie lehren uns freies Spielen, Gelassenheit, Freude, Gemeinschaftssinn und zeigen uns ganz klar unsere Ego-Muster auf. Sie lehren uns, weniger zu wollen und mehr zu sein und zu genießen. Sie lehren uns wirkliche Freiheit.

Unsere Gruppe wurde reich beschenkt. Eines morgens fuhren wir mit dem kleinen Zodiac zu einer Gruppe von Delfinen. Wir schwammen kurz mit ihnen, merkten aber, das sie an keinerlei Spiel interessiert waren und schliefen. Andere Gruppen schwammen trotzdem mit ihnen, aber wir beschlossen, wieder zu unserem Boot zu fahren und sie in Ruhe zu lassen. Diese Ruhe brauchen sie wirklich, denn die Lagune ist ja sozusagen ihr Schlaf- und Wohnzimmer, wo sie sich zum Ausruhen nach langer Jagd im offenen Meer, zurückziehen.

Als wir am Nachmittag wieder zu ihnen fuhren, waren sie in allergrößter Spiellaune und es fügte sich, das unsere Gruppe ganz alleine mit ihnen war. Und wie sie spielten! Stundenlang schwammen wir mit ihnen und manch einer aus unserer Gruppe hatte lebhaften Kontakt mit einem oder zwei Delfinen für sich ganz alleine. Wir schwammen mit ihnen bis zum Sonnenuntergang. Unser Schnorchelguide sagte, es sei das erste Mal, dass die Delfine so lange blieben und dies sei sicher die Belohnung dafür, dass wir sie am morgen in Ruhe gelassen hatten. Letztendlich mussten wir sie verlassen, weil die Sonne unterging und der Heimweg durch die Untiefen zu gefährlich geworden wäre. Das hatte er noch nie erlebt.

 

Die schöne gemeinsame Zeit auf dem Boot

Wir hatten wirklich eine ganz wundervolle Gruppe, zur Hälfte Seminarteilnehmer und zur Hälfte Crew. Am Anfang hatten wir ziemlich widrige Umstände, da einiges auf dem Boot nicht so war, wie erwartet (wir haben daraus gelernt!). Aber durch die Offenheit aller Menschen an Bord sind wir ganz schnell zusammengewachsen.

Eine Woche gemeinsam auf einem kleinen Schiff zu verbringen mag für viele beängstigend erscheinen. Aber es war ganz toll! Die Herzoffenheit der Ägypter war für mich ebenso ein Geschenk wie die Begegnung mit den Delfinen.

Wir haben Musik gemacht, getanzt, gespielt, gelacht, arabisch gelernt…und natürlich auch Yoga gemacht, Redestabkreise und Meditationen. Yoga auf dem Boot zu machen, ist eine ganz besondere Erfahrung – und die Gleichgewichtshaltungen mit dem sanften Schaukeln des Bootes waren sehr spaßig.

Diese Woche war ganz phantastisch, ich glaube jeder einzelne hatte wunderbare Erfahrungen. Wir hatten Kinder (meine) und Jugendliche (ägyptische) an Bord und auch das war ein großes Geschenk – alle Generationen waren dabei. Besonders berührend war es, als der Sohn vom Koch beim Abschiedsabend sagte, es wäre die schönste Woche seines Lebens gewesen. Überhaupt war das Essen vom Koch und seinem Sohn sehr sehr lecker.

Man kann sagen, die wesentlichen Dinge in dieser Woche auf dem Boot waren nahezu perfekt, die unwesentlichen Dinge waren zu Beginn etwas schwerer anzunehmen (nämlich der Zustand des Schiffes, leider eben nicht Nooraya). Das Schöne war, dass das Unwesentliche (das Äußere, die Sauberkeit, der Luxus und Materialismus) von ganz alleine so unwichtig wurden und die Gruppe alles ganz positiv gesehen hat. Als Seminarleiterin und Verantwortliche hatte ich damit etwas mehr zu kämpfen, aber die Gelassenheit der Teilnehmer und die wirklich herzliche Unterstützung der Crew, die alles getan hat, um uns zufriedenzustellen, hat mich beruhigt.

Das ist ein Lernprozess, den viele Reisende teilen können:

Die Schönheit des Augenblicks zu erfahren, indem man eine Zufriedenheit mit den äußeren Umständen erlangt und sein Herz dem Unbekannten anvertraut, anstatt es zu verschließen. Das führt zu wunderbaren Herzverbindungen zwischen Menschen aller Kulturen und zu der Offenheit, die Geschenke des Lebens anzunehmen.

 

Unterwasserschauspiel

Das Riff im Roten Meer ist einfach wundervoll, diese Unterwasselt ist so phantastisch bunt, leuchtend – und so anders als die Überwasserwelt. Wenn man bedenkt, dass die Erde überwiegend von Wasser bedeckt ist, erscheint unsere Welt in einem ganz anderen Licht.

Es fühlt sich so gut an, im Wasser zu sein – besonders in so einer geschützten Lagune wie Sataya und dann noch mit Delfinen zusammen. Herrlich! Ich wünschte, ich könnte mich im Wasser bewegen wie ein Delfin.

Einmal konnte ich den Schnorchelguide eines anderen Bootes (nämlich des Bootes Nooraya, mit dem die Reise in 2016 stattfinden wird!!!) in seinem Spiel mit zwei Delfinen beobachten – es war unglaublich! Die beiden Delfine spielten mit ihm, die drei tauchten gemeinsam ab und drehten sich in Pirouetten gemeinsam wieder nach oben – es war ein gemainsamer Tanz . Er war selbst wie ein Delfin und konnte eine Ewigkeit unter Wasser bleiben. Dieses Können hat er nur durch viel Training erlangt, aber es hat sich gelohnt! Ein Traum, so mit den Delfinen schwimmen zu können – er war wirklich eins mit ihnen.

Es gibt also immer noch viel zu Träumen und ich freue mich schon auf die nächste Yoga-Delfin-Reise, die vom 15. bis 22. Oktober 2016 stattfinden wird. Und zwar auf einem ganz tollen Boot, auf dem Wohlfühlatmosphäre und Sauberkeit garantiert sind!

Du kannst dir jetzt einen Platz vormerken und eine Buchungsanfrage an mail@satya-yoga.net schreiben.

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Nachtrag 2017: Wir bieten nun mehrere Delfinreisen im Jahr an. Alle Infos findest du hier. Die Delfinbegegnungen der letzten Reisen waren übrigens die absolute Fülle. Delfinbegegnungen ohne Ende.

Namasté!

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